Chronik des Verein Frohsinn 1878
von Helmut Beaupain und Gerhard Finkeldey

Aus Überlieferungen weiß man, dass sich im Jahre 1877 mehrere Bürger unserer Stadt zusammenfanden, um als „Frohgesinnte Gemeinschaft“ den Verein „Frohsinn“ ins Leben zu rufen.

In der Frankenberger Zeitung vom 05. November 1878, vormals Kreisblatt, liest man erstmalig eine Anzeige des Vereins Frohsinn, in der zur Mitgliederversammlung in das Deutsche Haus, ehemalige Gaststätte am Obermarkt, heute Frankenberger Volksbank, eingeladen wird, so dass sich als Gründungsjahr des Vereins Frohsinn das Jahr 1878 bestimmen lässt.

Die Frauen der Vereinsmitglieder stifteten dem Verein im gleichen Jahr eine Fahne, auf der einen Seite mit der Aufschrift „Verein Frohsinn Frankenberg“ und auf der anderen Seite als Symbol des Vereins „zwei sich zum Gruß reichende Hände“ sowie die Jahreszahl 1878.

Im Jahr 1884 kam die Arbeit des noch jungen Vereins schon wieder zum Erliegen. Sie wurde jedoch schon ein Jahr später wieder unter dem Vorsitz von Heinrich Schwieder aufgenommen. Eine zunächst recht kleine Gruppe wuchs recht schnell zu einem lebendigen Vereinswesen heran.

 
 

 Protokolle der Erstgründung sowie der Neugründung im Jahr 1905

Genaue Unterlagen darüber sind heute leider nicht mehr auffindbar. Es gilt aber als gesichert, dass man in dieser Zusammensetzung bis 1890 tätig war. Zu dieser Zeit hatte die Stadt 2.964 Einwohner. In den Häusern und auf den Straßen brannten noch Petroleumlampen mit gemütlich romantischem Licht, ehe 1903 das elektrische Licht auch bei uns diese Rolle übernahm.

In dem Ackerbürgerstädtchen bestanden überwiegend handwerkliche Betriebe. Insbesondere Tuchmacher, Färber und Gerber hatten sich hier angesiedelt.

Am 06. Oktober 1905 lud der damalige Besitzer des Gasthauses „Deutsches Haus“ sechs weitere junge Frankenberger Männer ein, mit dem Ziel, den Verein Frohsinn wieder neu zu gründen. Ein Protokoll befindet sich noch in den Vereinsunterlagen.

In der ersten offiziellen Versammlung am 27. Oktober 1905 im Gasthaus „Deutsches Haus“ wurden die Statuten festgelegt und ein Vorstand gewählt. Das entsprechende Protokoll ist vom Ersten Vorsitzenden Heinrich Trost und den weiteren Mitgliedern Konrad Schwaner, Carl Debus, Theodor Kevekordes,


Heinrich Schmidtmann, Otto Viehmeyer, Wilhelm Deppe, August Loderhose, Carl Wett und dem Schriftführer Georg Mauersberger unterschrieben.

Im Jahre 1908 löste Konrad Schwaner seinen Vorgänger Heinrich Trost als Ersten Vorsitzenden ab und führte den Verein zu neuer Blüte.

Aus noch heute vorliegenden Protokollen lässt sich entnehmen, dass monatlich Mitgliederversammlungen abgehalten wurden. Jahreshauptversammlungen, Tanzvergnügen, Kappenbälle, sogenannte Fasspartien im Listenbach aber auch Rekrutenabschiedstänzchen wurden durchgeführt. Auch mehrere Ausflüge mit dem Fuhrwerk des Schmiedemeisters Menkel, im Winter auch mit Pferdeschlitten, sind überliefert.

Es herrschten strenge Sitten und Gebräuche, der Verein wurde mit harter Hand geführt. Vollzähliges und pünktliches Erscheinen der Mitglieder war Pflicht. Wer unentschuldigt fehlte, musste 25 Pfennig Strafe zahlen.

Einige Mitglieder, die sich in der Öffentlichkeit negativ über den Verein geäußert hatten, wurden vom Vorstand schriftlich aufgefordert, ihre Abmeldung einzureichen und sodann als Mitglied gestrichen.

Diese rege und blühende Vereinsarbeit wurde durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges jäh unterbrochen.

Aber schon im Jahre 1919 setzte sich das Vereinsleben unter dem Vorsitzenden Konrad Schwaner fort. Die Zahl der Mitglieder aus allen Berufssparten und Bevölkerungsschichten stieg ständig und dies, obwohl sich der Verein gegen andere Geselligkeitsvereine wie „Illermonesie“, „Brudersinn“ und „Kasino“ behaupten musste.

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges ruhte die Vereinsarbeit erneut. Viele Mitglieder wurden eingezogen, ein großer Teil kehrte nicht wieder in die Heimat zurück.

Am 29. März 1945 marschierten die amerikanischen Truppen in Frankenberg ein, besetzten das Vereinslokal „Deutsches Haus“ und richteten dort ihr Soldatenheim ein. Dabei gingen die Vereinsfahne aus dem Jahr 1878 mit wertvollen Vereinsnägeln, eine Ehrentafel und sonstige wichtigen Vereinsunterlagen verloren.

Von der Ortskommandatur der amerikanischen Militärregierung, mit Sitz in der ehemaligen Sparkasse, wurde ein Vereins- und Versammlungsverbot sowie eine Ausgehsperre ab 22.00 Uhr verhängt. Darüber hinaus war die Bildung von Vereinen und Gesellschaften aufgrund des Kontrollratgesetzes ohne Erlaubnis verboten. Mit Ausscheiden des sowjetischen Vertreters am 20. März 1948 aus dem Rat wurde diese Bestimmung wieder aufgehoben und die Vereinigungsfreiheit wieder erlaubt.

Am 11. Dezember 1948 fand im Gasthaus „Zur Post“ unter Leitung des alten Vorsitzenden Konrad Schwaner, bekannt auch unter dem Namen Buchhalter, ein erstes Treffen statt. An diesem Treffen nahmen 13 Vereinsmitglieder teil, bei dem sich Konrad Schwaner erneut für die Idee des Frohsinn und des bürgerlichen Zusammenhaltens sowie das Fortbestehen des Vereins einsetzte.

In der offiziellen Versammlung am 11. Januar 1949 wählten die 24 erschienenen Mitglieder einen neuen Vorstand. Paul Balz wurde zum Ersten Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter wurde Heinrich Himmel, Erster Schriftführer Heinrich Lapp, Zweiter Schriftführer Heinrich Trost. Kassierer wurde Heinrich Giebel, Beisitzer wurden Karl Koch, Heinrich Müller, Hermann Becker, Ludolf Schneider und Georg Adel. Konrad Schwaner wurde Ehrenvorsitzender. Nach einiger Zeit löste Christian Küster den Kassierer   Heinrich Giebel ab. In dieser Versammlung wurde die neue Vereinssatzung beschlossen sowie der Zweck des Vereins formuliert, nämlich Bürgersinn, Heimatliebe, Pflege des Frohsinn und der Geselligkeit sowie das Durchführen von Vergnügen und Ausflügen.


Im März 1952 trat Paul Balz vom Amt des Ersten Vorsitzenden zurück. Georg Adel wurde einstimmig zum Nachfolger gewählt. Unter seiner Leitung wurde eine neue Vereinsfahne beschafft. Diese Vereinsfahne wurde während einer Mitgliederversammlung am 19. Juli 1952 im „Deutschen Haus“ mit anschließendem Tanz und gemütlichem Zusammensein geweiht.

Anlässlich der Neugründung des Vereins am 27. Oktober 1905 wurde das 50. Stiftungsfest am Samstag, dem

29. Oktober 1955, im „Deutschen Haus“ gefeiert. Im festlich geschmückten Saal eröffnete nach einleitender flotter Marschmusik der Kyffhäuserkapelle der Erste Vorsitzende Georg Adel den Jubiläumskommers. Unter den Ehrengästen konnte er Landrat Heinrich Kohl mit Gattin, Bürgermeister Falkenstein, Altbürgermeister Dertz sowie die Ehrenmitglieder und Vereinsmitbegründer Konrad Schwaner und Heinrich Schmidtmann begrüßen.

 

Konrad Schwaner und Heinrich Schmidtmann bei einem geselligen Anlass zu vorgerückter Stunde

Nach schwerer Krankheit verstarb am 19. Juli 1957 der Erste Vorsitzende Georg Adel im Alter von 53 Jahren. Bis zur Generalversammlung am 2. Januar 1958 übernahm der Zweite Vorsitzende Heinrich Himmel diese Aufgaben. In dieser Versammlung wurde Heinrich Trost zum neuen Ersten Vorsitzenden gewählt.

Der bisherige Schriftführer Heinrich Lapp verstarb im Januar 1964 im Alter von 63 Jahren. Er war seit 1948 in diesem Amt. Auf der Jahreshauptversammlung am 22. Februar 1964 wurde Helmut Beaupain sein Nachfolger.

Die Gaststätte „Deutsches Haus“, ein schönes Fachwerkgebäude Ecke Obermarkt/Pferdemarkt, wird heute privat genutzt. Neben mehreren Mietwohnungen ist dort die Marburger Bank untergebracht.

Sebastian Reinig, zuvor als Oberkellner in einem Nobel-Hotel in Kairo beschäftigt, übernahm 1925 die Gaststätte „Deutsches Haus“. Sein Sohn Karl führte das Geschäft mit dem großen Saal im Obergeschoss nach dem Krieg weiter. Dieses Lokal war seit eh und je das Vereinslokal. Hier fanden bis 1965 die Mitgliederversammlungen, Vereinsfeiern und die Tanzvergnügen statt.

Alljährlich, bis zum Jahr 1960, trafen sich dort die Vereinsmitglieder am Abend des 30. April. Die aktuellen Vereinsangelegenheiten wurden beraten und nach dem offiziellen Teil zog man kurz vor 24.00 Uhr mit Musik zur Burg. Auf dem Burgberg wurde dann der Mai mit dem Lied „Der Mai ist gekommen ...“ angesungen. Mit Sang und Klang ging es anschließend zurück zum „Deutschen Haus“, wo dann groß gefeiert, getanzt und gezecht wurde.

Die Schirmherrschaft hatte der ehemalige Stadtpolizist und das aktive Frohsinnmitglied Walter Sauerbrei.

Das „Deutsche Haus“ war auch Treff- und Sammelpunkt für die traditionellen Ausflüge in den Listenbach. Jeweils einmal im Jahr, an einem Sonntag im Juli oder August, marschierten um die Mittagszeit Groß und Klein unter den Klängen der Stadtkapelle vom „Deutschen Haus“ über Obermarkt, Linnertor, Rosenthaler Straße zum Festplatz „unter den hohen Eichen“ (heute der Listenbachplatz Pfingstfreitag).

Unter der musikalischen Begleitung durch die Stadtkapelle und bei guter Bewirtung herrschte hier ausgelassene und gute Stimmung. Gegen 18.00 Uhr erfolgte dann der Rückmarsch zum Obermarkt.

 

 

Diese Veranstaltung fand im Jahre 1962 zum letzten Mal statt. Auf Anordnung der Stadtverwaltung bzw. des Stadtförsters wurden alle Vereinsausflüge und Aktivitäten wegen Brandgefahr und zum Schutze des Waldes und des Wildes verboten.

Nach langer Prüfung und Planung und nach Klärung aller Sachfragen sowie Prüfung der Örtlichkeiten wurde dann im Dohlenfelsen ein entsprechender Platz gefunden und in Eigenleistung vom Verein hergerichtet. Die Vereinsmitglieder Hermann Adel und Wilhelm Sommerlad stellten großzügiger Weise ihr Grundstück, der Bauunternehmer Walter Neuschäfer und der Ziegeleibesitzer August Bötzel, beide ebenfalls Vereinsmitglieder, stellten Planierraupe, Lkw und Tieflader zur Verfügung. Unter tatkräftiger Mithilfe der Vereinsmitglieder wurde das mit Brennnesseln und Gestrüpp bewachsene Gelände geschoben, eingeebnet und eingesät.

Dort feiert die große Frohsinnfamilie ab 1964 bis heute einmal jährlich in der freien Natur das traditionelle Sommerfest. Im Laufe der Jahre hat dann die Stadt Frankenberg eine Hütte, einen Grill und provisorische Toiletten gebaut und zum offiziellen städtischen Grillplatz erweitert.

Am Samstag, dem 30. Oktober 1965, feierte der Verein ein 60jähriges Stiftungsfest anlässlich der Neu- bzw. Wiedergründung im Jahre 1905. Der Erste Vorsitzende Heinrich Trost konnte unter den zahlreichen Gästen im Hotel Schmidtmann als Ehrengäste Herrn Landrat Heinrich Kohl mit Gattin und Bürgermeister Wilhelm Falkenstein herzlich begrüßen. Herr Kohl war von November 1953 bis November 1970 Landrat des Landkreises Frankenberg, Herr Falkenstein von September 1948 bis September 1966 Bürgermeister unserer Stadt.

Dank und Anerkennung galten an diesem Tag dem Ehrenvorsitzenden und Vereinsmitbegründer Konrad Schwaner. Er erhielt eine silberne Ehrenschale. Geehrt wurde auch Bäckermeister Heinrich Schmidtmann für über 60jährige Vereinstreue. Aus New York übersandte das Ehrenmitglied Henry Tripp Grüße und Glückwünsche per Telegramm.

Mitbegründer Carl Debus aus Ellershausen konnte wegen einer Erkrankung an diesem Fest nicht teilnehmen. Er ist der Vater unseres Mitgliedes Karl-Heinz Debus. Die alten Frankenberger nannten ihn auch „Bichmanns Carl“, weil er in der damals in Frankenberg bekannten und angesehenen Firma Bichmann, Kolonial- und Gemischtwarenhandlung am Untermarkt, in der auch Branntwein und Kornschnaps in Flaschen und Fässern verkauft wurde, die Geschäfte führte.


Für die Frauen der Vereinsmitglieder übermittelte Hiltrud Scholl geb. Müller die besten Wünsche für die Zukunft und befestigte eine von den Ehefrauen gestiftete Schleife an der Vereinsfahne.

Ein gemeinsames Abendessen, an dem 162 Personen teilnahmen und Liedbeiträge des Männergesangvereins Liedertafel leiteten zum gemütlichen Teil mit Tanz und Musik der Dodenauer Gartenzwerge über.

Im Laufe der vielen Jahre ergaben sich zwangsläufig personelle Veränderungen auf der Vorstandsebene. Im November 1965 verstarb Heinrich Himmel, der das Amt des Zweiten Vorsitzenden seit 1949 erfolgreich ausführte. In der Jahreshauptversammlung im Januar 1966 wurde Wilhelm Sommerlad, der seit 1960 als Beisitzer dem Vorstand angehörte, zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Im hohen Alter von 87 Jahren entschlief im Oktober 1973 der Ehrenvorsitzende Konrad Schwaner. Er gehörte fast 70 Jahre dem Vorstand des Vereins an und hatte bis zum Schluss einen erheblichen Anteil an der positiven Entwicklung unseres Vereins. Konrad Schwaner hat unseren Verein aufgrund seiner Persönlichkeit, seiner Stellung in der Öffentlichkeit und der Bevölkerung Frankenbergs maßgebend geprägt und gelenkt.

In der Jahreshauptversammlung im Februar 1975 legte Christian Küster das Amt des Kassierers nach 26jähriger erfolgreicher Tätigkeit nieder. Bis zum Jahr 1970, der Einführung des Bankabrufes bei den Mitgliedern, ist Christian Küster noch von Haus zu Haus gegangen, um die Beiträge bar abzukassieren. Als sein Nachfolger wurde in der gleichen Jahreshauptversammlung Herr Adolf Zarges einstimmig zum Nachfolger gewählt.

Heinrich Trost als Erster Vorsitzender und Wilhelm Sommerlad, sein Stellvertreter, traten in der Jahreshauptversammlung im April 1977 von ihren Ämtern zurück. Nach ihrer Auffassung sei die Zeit der Wachablösung gekommen und man wollte nach erfolgreicher Vereinsarbeit die Verantwortung in jüngere Hände legen. Das Amt des Ersten Vorsitzenden hat Heinrich Trost fast 20 Jahre mit ganzer Kraft, Pflichterfüllung und großer Umsicht innegehabt. Er und Wilhelm Sommerlad, der nicht nur dem Ersten Vorsitzenden die Last des Amtes tragen half, sondern auch durch seine beispielhafte Vereinstreue und durch sein Wirken und sein Verantwortungsbewusstsein tatkräftig die Belange des Vereins vertrat, wurden mit je einem Zinnteller geehrt.

Die Versammlung kürte Heinrich Trost zum Ehrenvorsitzenden, wählte Werner Balz (seit 1965 als Beisitzer im Vorstand) zum neuen Ersten Vorsitzenden und Hermann Adel (seit 1959 als Beisitzer im Vorstand) zum neuen Zweiten Vorsitzenden.

 

 

Als neue Beisitzer wurden Adalbert Ficker, der schon mehrere Jahre das Amt des Fahnenträgers im Verein begleitete und Hermann Höhl neu gewählt.

Am 16. Mai 1984 starb das langjährige Vorstandsmitglied, der Vereinsparodist und Verseschreiber Günter


Bussiek im Alter von nur 54 Jahren. Seine lustigen Vorträge, die humoristischen Einlagen und insbesondere die wohlgeformten Verse bei öffentlichen Ereignissen des Vereins sind allen noch heute in bester Erinnerung und teilweise archiviert.

An den Folgen eines schweren Verkehrsunfalles (Rosenthaler Straße/Abzweig Kaltes Wasser) verstarb am

17. Oktober 1984 der Beisitzer und Fahnenträger Adalbert Ficker. Er, den man weit und breit nur als

„Iller“ kannte, war besonders stolz darauf, als „Flüchtling“ und „Zugezogener“ im Heimatverein Frohsinn mitwirken zu können.

Ein weiteres langjähriges Vorstandsmitglied, Herr Ernst Gaß, verstarb im November 1984 nach langer schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren.

Im Juni 1988 verstarb ebenfalls nach langer schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahren Herr Heinrich Scholl. Heinrich Scholl war fast 40 Jahre Mitglied im Verein Frohsinn und immer zur Stelle, wenn es galt anzupacken.

Die Mitglieder August Baumann und Wilfried Sagel wurden im März 1985 auf der Jahreshauptversammlung für Günter Bussiek und Ernst Gaß neu in den Vorstand gewählt. Hans-Ludwig Below wurde Beisitzer und Fahnenträger und somit Nachfolger von Adalbert Ficker.

 

   

Ein absoluter Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war die 100jährige Jubiläumsfeier am Samstag, dem 14. Oktober 1978, in der Kulturhalle des Gymnasiums Edertalschule.

Über 500 Besucher konnte der Erste Vorsitzende Werner Balz in der von Adalbert Ficker und seinen Helfern großartig geschmückten Halle (über 100 m lange Girlanden, Eichen- und Tannengrün, farbenprächtige Tischdekorationen) begrüßen. Ehrenvorsitzender Trost überreichte einen von den Ehrenmitgliedern gestifteten silbernen Fahnennagel.

 

   

 

Anschließend hielt Günter Bussiek in historischer Aufmachung (Zylinder, Schal und Bärtchen) die Festrede. In der ihm bekannten Art und Weise schilderte er humorvoll und mit launigen Worten in Versform die bewegte Vereinsgeschichte von der Kaiserzeit, der Weimarer Republik, dem Dritten Reich und der Nachkriegszeit. Großer Beifall, Lob und Anerkennung waren ihm gewiss.

Grußwort, verbunden mit den besten Wünschen für die Zukunft des Vereins, überbrachten Bürgermeister Sepp Waller (vom 01.12.1966 bis 30.09.1984 Bürgermeister unserer Stadt; verstorben am 02.12.1997) und in Vertretung von Landrat Dr. Reccius der Kreisbeigeordnete und Kreislandwirt Heinrich Freitag.

Ein abwechslungsreiches, buntes zweistündiges Unterhaltungsprogramm mit Stars aus Funk und Fernsehen


sowie einer 17 Mann starken Blaskapelle „Die Original fidelen Egerländer“ trugen wesentlich zum Gelingen des Abends und zu einer fröhlichen, ausgelassenen Stimmung bis in die frühen Morgenstunden bei.

Auszugsweise sei aus dem Vortrag von Günter Bussiek Folgendes in Erinnerung gebracht:

Man nannte „Frohsinn“ den Verein und gab ihm diesen Namen,

weil doch dies Wort symbolisch ist, für alles, was im Rahmen

des menschlichen Zusammenseins die Fröhlichkeit betrachtet

als das Prinzip des Bürgersinnes, das immer darauf achtet,

dass sich Verständnis, Toleranz, Humor und Tanz und Feste ergänzen zur

Gemütlichkeit – und das ist doch das Beste!

Außerdem stammt von ihm auch folgender Spruch: „Wer Iller ist und Frohsinn liebt, des Leben ist stets unbetrübt.“

Anlässlich einer kleinen Feierstunde mit anschließendem Tanz für die Vereinsmitglieder wurden am 24. Oktober 1987 in der Rats-Schänke 7 Mitglieder für über 60jährige Vereinstreue geehrt. Der Erste Vorsitzende Werner Balz konnte an diesem Abend Christian Küster (Mitglied seit 1919), Wilhelm Cramer (seit 1923), Heinrich Rohleder (seit 1925), Wilhelm Sommerlad, Wilhelm Finger, Heinrich Trost und Waldemar Kahm (alle seit 1927) begrüßen und ihnen Dank und Anerkennung aussprechen. Alle erhielten eine gerahmte Urkunde und eine Gedenkmünze. Die Ehefrauen bekamen einen Blumenstrauß. Heinrich Bämfert führte an diesem Abend einen von ihm selbst gedrehten Film von den großen Vereinsfahrten vor.

Den Mitgliedern des Vereins werden bis heute zahlreiche Veranstaltungen, welche jeweils den Freizeitbedürfnissen angepasst sind, zur Teilnahme angeboten. Zu diesen Aktivitäten gehören auch die Mai- und Herbstwanderungen durch unsere landschaftlich schöne Heimat. Für die Ausgestaltung und Organisation zeichnet sich Gerhard Sommer als „Wanderwart“ verantwortlich. Gerhard Sommer hat dieses Amt von Willi Koppe übernommen.

Tradition hat das Sommerfest im Dohlenfelsen. samstags mit Tanz und Musik sowie sonntags mit Frühschoppen und Familiennachmittag. Weitere Aktivitäten sind das Preiskegeln am „dritten Weihnachtstag“ auf der Kegelbahn „Zur Post“, das jährliche Wintervergnügen, Mitgliederversammlungen und Nikolaustanz mit dem Auftritt des „Vereins-Nikolauses“ Metzgermeister Heinrich Himmelmann.

Seit 1990 wurden auf Vorschlag von Gerhard Finkeldey Männerfahrten durchgeführt. Aus ursprünglich einem Tag sind jetzt zwei volle Tage geworden, u. a. nach Neckarsulm, Nürnberg, Wolfsburg mit Werksbesichtigung VW, Deidesheim oder 2002 nach Mühlhausen mit der größten Modellbahn Europas, Kalibergwerk und Barbarossahöhle.

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Seit 1977 werden herrliche mehrtägige Ausflugsfahrten mit einem oder sogar zwei Bussen unternommen,
u. a. nach:

1977

2 Tage Cuxhaven und Helgoland

1978

3 Tage Berchtesgadener Land, Hammer u. Obersalzburg

1979

4 Tage Schwarzwald mit Vierwaldstädter See

1980

4 Tage Bozen mit großen Dolomiten

1981

5 Tage Zell am See und Heiligenblut

1982

4 Tage Bodensee und Insel Mainau

1983

4 Tage Ost- und Nordsee mit ‹bernachtung in Olpenitz

1984

4 Tage Paris

1985

5 Tage Südtirol und Vintschgau mit Venedig

1986

5 Tage Kärnten, Wörtersee und Großglockner

1987

5 Tage Allgäu, Nebelhorn, Obersdorf und Königsschlösser

1988

8 Tage San Remo, Monaco, Cannes und Nizza

1989

8 Tage Rom und Insel Capri

1990

6 Tage Polen, Pommern, Westpreußen und Warschau

1991

8 Tage Toscana, Florenz, Pisa, Siena und Rimini

1992

6 Tage Ossee, Mecklenburg, Schwerin, Rostock

1993

7 Tage Südtirol

1994

5 Tage Dresden

1995

7 Tage Tirol

1996

1997

8 Tage

1998

4 Tage Schleswig-Holstein, Lüneburg, Schleswig, Husum

1999

4 Tage Bayrischer Wald, Freysing

2000

4 Tage Berchtesgadener Land

2001

4 Tage Frankreich, Elsass und Schwarzwald

2002

5 Tage Elbsandsteingebirge, Festung Königstein, Leipzig

Wie im richtigen Leben haben sich auch bei dem Verein Frohsinn personelle Veränderungen im Vorstand durch Tod, Verzicht und Ergänzungswahl ergeben.

Der Chronistenpflicht folgend sind diese hier aufgeführt:

Am 06.11.1989 verstarb der Ehrenvorsitzende Heinrich Trost.

Am 08.05.1991 sein treuer Helfer und langjähriges Vorstandsmitglied Wilhelm Sommerlad.


Die ehemaligen Vorstandsmitglieder Wilhelm Loderhose und Wilhelm Weigand verstarben am 09.12.1989 bzw. 14.08.1991.

Herr Helmut Baltz verstarb am 11.06.1992.

Waldemar Kahm, ehemaliger Verleger und Herausgeber der Frankenberger Zeitung, verstarb am 10.09.1996.

Landwirt Hermann Adel, Zweiter Vorsitzender, verstarb am 01.02.1997.

Für den gesundheitlich angegriffenen und nicht mehr kandidierenden Otto Weigand wurde auf der Jahreshauptversammlung am 28.03.1987 Hans-Ludwig Ochse als Beisitzer in den Vorstand neu gewählt.

Seit dem 24.01.1970 gehören Helmut Baltz und Willi Koppe dem Vorstand als Beisitzer an.

Ebenfalls als Beisitzer gehören Kurt Finger und Heinrich Krauskopf seit dem 14.03.1981 dem Vorstand an.

Am 18.03.1989 wurde Gerhard Finkeldey für den verstorbenen Heinrich Scholl zum stellvertretenden Schriftführer neu in den Vorstand gewählt.

In der Jahreshauptversammlung vom 10. März 1990 erklärte der langjährige Schriftführer Helmut Beaupain, dass er mit Erreichen des Pensionsalters und nach 26 Jahren nur noch als Zweiter Schriftführer dem Vorstand zur Verfügung stehe. Die Versammlung entsprach diesem Wunsch und so fand ein Ämtertausch zwischen Helmut Beaupain und Gerhard Finkeldey statt. Der übrige Vorstand wurde in seinen Ämtern bestätigt.

In der Jahreshauptversammlung am 13.03.1999 erklärten Willi Koppe, Hermann Höhl und Heinrich Krauskopf, dass sie nach langjähriger Vorstandsarbeit nicht mehr kandidieren werden und der jüngeren Generation Verantwortung übertragen möchten. Als Dank und Anerkennung wurden sie vom Ersten Vorsitzenden Werner Balz für ihre geleistete Arbeit mit einem Präsentkorb geehrt.

Neu in den Vorstand wurden Bernd Krauskopf als stellvertretender Schriftführer, Norwin Schäfer, Günter Scholl und Carsten Tripp gewählt.

In einer Stichwahl für die Nachfolge des verstorbenen Zweiten Vorsitzenden Hermann Adel setzte sich der bisherige Schriftführer Gerhard Finkeldey gegen den Beisitzer Dieter Finger durch.

Neuer Erster Schriftführer wurde Reiner Grün, der seit dem 23.03.1996 neben Dieter Finger und Dr. Ulrich Becker dem Vorstand angehört.

Der Erste Vorsitzende Werner Balz und der Kassierer Adolf Zarges, beide seit 25 bzw. 27 Jahren in ihren Vorstandsämtern erfolgreich f¸r den Verein tätig, erklärten bereits bei ihrer letzten Wahl, dass dies ihre   letzte Wahlperiode sei. Zusammen mit den Beisitzern Hans-Ludwig Below, Wilfried Sagel und Hans Ludwig Ochse standen sie daher für eine Wiederwahl bei der Jahreshauptversammlung am 09.03.2002 in der Rats- Schänke nicht mehr zur Verfügung.

Bei der Neuwahl zum Ersten Vorsitzenden erhielt der bisherige Zweite Vorsitzende Gerhard Finkeldey gegenüber dem Mitbewerber Dieter Finger die meisten Stimmen. Zum neuen Zweiten Vorsitzenden wurde Günter Scholl gewählt. Für Adolf Zarges wurde Norwin Schäfer zum Kassierer gewählt. Neu in den Vorstand berufen wurden Rudi Kalabis, Bernd Hoffmann, Wilfried Vöhl, Klaus Wissemann und Manfred Dippel. Weiter gehören dem Vorstand an: Reiner Grün, Erster Schriftführer, Bernd Krauskopf, Zweiter Schriftführer, Dr. Ulrich Becker, Dieter Finger und Carsten Tripp als Beisitzer. Carsten Tripp wurde vom Vorstand gleichzeitig als neuer Fahnenträger bestimmt.

Mit minutenlangem Beifall dankten die anwesenden Vereinsmitglieder den Ausscheidenden für ihre Arbeit und Verdienste um den Verein.

Als erste offizielle Amtshandlung des Ersten Vorsitzenden ehrte dieser seinen Vorgänger und den ehemaligen Kassierer mit Karten für den Tigerpalast in Frankfurt. Die scheidenden Beisitzer Below, Ochse und Sagel wurden mit Präsentkörben geehrt.

In dieser Versammlung wurden Reinhard Schneider und Karl-Hermann Reinius für „25 Jahre Mitgliedschaft“ im Verein mit der silbernen Ehrennadel geehrt. Für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielt Hermann Höhl die goldene Ehrennadel.

Die erste Bewährungsprobe hatte der neue Vorstand mit der Ausrichtung des Sommerfestes im Dohlenfelsen am 13. und 14. Juli 2002 zu bestehen. Schenkt man den über 80 anwesenden Personen und den anschließenden Presseberichten der örtlichen Zeitungen Glauben, war das Fest ein großer Erfolg.

Ein weiterer Höhepunkt in der diesjährigen Vereinsarbeit war die Teilnahme am Festzug „225 Jahre Stadtteil Friedrichshausen“. 32 Vereinsmitglieder nahmen, erstmals in den neuen Vereinshemden, an dem Festzug teil und ließen den Tag anschließend gemeinsam und gemütlich in froher Runde im stark ¸befüllten Festzelt ausklingen.

In Erwartung des 125jährigen Vereinsbestehens hatte der Vorstand die Mitglieder zu einem Fototermin für Sonntag, den 08. September 2002, in die Rathausschirn eingeladen. Dieser Einladung folgten ca. 100 Vereinsmitglieder. Das Foto soll in der Vereinschronik zur 125-Jahrfeier verwendet werden.

Nachdem der Fotograf, Herr Rothermund jun., alle Anwesenden auf der Rathaustreppe platziert hatte und diese alle mit einem Lächeln gespannt in die Linse schauten, konnte von dem extra dafür eingesetzten Hupsteiger der EGF das Foto geschossen werden.

Gegen 15.00 Uhr waren die ersten 100 l Bier getrunken und ca. 150 Würstchen gegessen. Kurzfristig wurde ein Fässchen nachgeordert. In gemütlicher Runde wurde die Rathausschirn gegen 17.00 Uhr aufgeräumt und gereinigt und dann von den letzten Fotomodellen verlassen.

Auf Einladung der Stadt Frankenberg fand am 15. September 2002 in der Ederberglandhalle der Tag der Vereine statt. Ein besonderes Event war dabei das Expressbus-Ziehen des NVV. In beachtlicher Zeit von 24,9 Sekunden haben auch wir mit einer Mannschaft, neben 12 weiteren Mannschaften, vor vielen Zuschauern unsere Kräfte gemessen. Günter Scholl, Reiner Grün, Carsten Tripp, Michael Finkeldey, Dieter Finger, Willi Küster, Stefan Ochse und Bernd Hoffmann erreichten den 6. Platz. Sieger wurden die Frankenberger Fußballer.

Die Herbstwanderung am 03. Oktober 2002, dem Tag der Deutschen Einheit, hatte unser Wanderwart Gerhard Sommer nach Rosenthal zur Seegerteichhütte ausgearbeitet.

Um 10.00 Uhr trafen sich 41 Wanderfreunde und fuhren mit dem Bus bis Willersdorf. Von dort ging es über Stock und Stein, auf guten Wegen und fast ohne Steigung zweieinhalb Stunden durch die Natur. Gut verpflegt, gestärkt und bestens gelaunt ging es dann um 16.15 Uhr wieder mit dem Bus zurück nach Frankenberg.

Am Samstag, dem 26. Oktober 2002, trafen sich 58 Vereinsmitglieder zur Männerfahrt. Mit zwei Bussen der Firma Happel aus Frankenberg/Eder erreichten wir über Kassel, Witzenhausen, vorbei an Heiligenstadt, Nordhausen und Sangershausen gegen Mittag den Ort Wiehe, wo die Besichtigung Europas größter Modelleisenbahn anstand. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es weiter nach Bad Frankenhausen zur Besichtigung des dortigen Rundgemäldes. Oben auf dem Berg wurde dieses Gebäude von der damaligen DDR-Führung unter Erich Honecker errichtet. Er selbst hat die Fertigstellung und Inbetriebnahme nie erlebt.

Gegen Abend wurden dann in Mühlhausen im Brauhaus die Zimmer bezogen. Bei einem gemeinsamen Abendessen klang der Abend, für die einen früher, für die anderen später, für die einen an der Theke, für die anderen auf der Tanzfläche, gemütlich und harmonisch aus.

Am nächsten Morgen, pünktlich um 9.00 Uhr nach dem Frühstück, ging es wieder zurück nach Sondershausen zur Besichtigung des Kali-Bergwerkes. Fast 700 m unter Tage, bei rasanter Fahrt auf umgebauten Lkws, ging es über 12 km durch die dunklen Stollen, wo uns Interessantes über den Bergbau, die Arbeitsbedingungen usw. erklärt wurde.

Weil die dortige Führung länger als zwei Stunden dauerte, das Mittagessen erst spät eingenommen wurde und aufgrund der schlechten Witterungsbedingung (Sturm, Regen und starker Nebel) musste die Besichtigung des Kyffhäuser-Denkmales leider ausfallen.

Für unser Mitglied Wilhelm Cramer war dies besonders hart. War es für ihn doch schon das zweite Mal, dass das Denkmal bei einer Frohsinn-Fahrt auf dem Programm gestanden hat und dann doch nicht angefahren wurde. Entsprechend fielen seine Kommentare auf der langen Rückfahrt, die von starken Stürmen und Windverwehungen begleitet waren, auch aus.

Über Erfurt und Kassel erreichten wir alle gegen 21.00 Uhr, zwar etwas müde und abgespannt, aber sonst gut gelaunt, heil und harmonisch unsere Heimat wieder.

Über 130 Vereinsmitglieder, Ehefrauen und Gäste konnte der Erste Vorsitzende Gerhard Finkeldey am Samstag, dem 07. Dezember 2002, um 20.00 Uhr, in der Rats-Schänke zur traditionellen Nikolausfeier des Vereins begrüßen und willkommen heißen.

Die musikalische Ausgestaltung des Abends hatte der Alleinunterhalter Winter übernommen.

Weil die Frohinn-Leute alles liebe Menschen sind, kam gegen 22.00 Uhr auch der Nikolaus. Da die Rentiere des jungen Nikolauses im Burgwald „durchgebrannt“ waren, musste zur ‹berraschung vieler noch einmal der „alte Nikolaus“ Heinrich Himmelmann einspringen.

In altbekannter, humorvoller Weise hat er es wieder geschafft, aus dem Vereinsleben des letzten Jahres zu berichten. Nach Lob sowie Tadel und unter großem Beifall hat er dann für die anwesenden Damen jeweils ein Geschenk austeilen lassen.

Bevor er seine anderen Nikolaustermine wahrnehmen und weiterziehen musste, hat er den Anwesenden die Nachricht überbracht, dass er nun endgültig seine Aufgaben in jüngere Hände legen will. Nach seinem Rücktritt vom Rücktritt in diesem Jahr möge doch Dr. Ulrich Becker diese Aufgaben für ihn übernehmen.

Von diesem Entschluss überrascht, gelang es dann doch, den alten Nikolaus dazu zu bringen, uns im nächsten Jahr noch einmal zu besuchen, um seinen Nachfolger entsprechend anzulernen und als Nikolaus und Knecht Ruprecht einen gemeinsamen Abend zu gestalten.

Bei Spaß, guten Gesprächen, Unterhaltungsmusik, Speisen und Getränken klang der Abend weit nach Mitternacht harmonisch aus.

Traditionsgemäß fand auch in diesem Jahr am 3. Weihnachtstag, am Freitag, dem 27. Dezember 2002, das Vereinskegeln statt. 36 Teilnehmer warfen zweimal „10 Wurf in die Vollen“, um einen der attraktiven Preise, gestiftet von Frankenberger Firmen, zu erringen.

Bei den Frauen siegte Gerlinde Hoffmann, neuer Vereinsmeister und damit Nachfolger des letztjährigen Siegers Marco Vöhl wurde mit 140 Holz Martin Schneider, knapp gefolgt von dem Routinier Adolf Zarges und Dieter Finger.

Bei der abschließenden Siegerehrung konnte der zweite Vorsitzende Günter Scholl an alle Teilnehmer schöne Preise verleihen.

Zum ersten Mal wieder seit den 60er Jahren wurde am 01.Mai 2003 von unserem Verein Frohsinn wieder ein Maibaum am Untermarkt, vor dem zehntürmigen Rathaus aufgestellt. Über 300 Zuschauern nahmen an dem Ereignis teil. Am Maibaum prangen zahlreiche Tafeln wir das Stadt- und Kreiswappen, das


Vereinwappen sowie die Symbole der heimischen Handwerkerschaft. Bis in die 60er Jahre wurde regelmäßig vor Mitternacht am alten Rathaus der Mai eingesungen. Mit dem Aufstellen des Maibaumes in diesem Jahr soll die alte Tradition wiederaufleben. Der 1.Vorsitzender Gerhard Finkeldey würdigt die gute Zusammenarbeit mit den Innungsmeistern und der Stadt Frankenberg. Nach dem Aufstellen des Maibaumes saß man bei Musik, Speis und Trank noch einige Stunden gemütlich zusammen.

Als Tag für den Festakt der Jubiläumsfeier „125 Jahre Geselligkeitsverein Frohsinn“ wurde der 11. Oktober 2003 in der Ederberglandhalle festgelegt.

 

 

Die bisherigen Vorsitzenden des Vereins Frohsinn:             

Heinrich Schwieder

von 1887 bis 1905

 

 vom 27.10.1905 bis 1908

Konrad Schwaner  von 1908 bis Januar 1949
 Paul Balz bom 11. Januar bis März 1952
 Georg Adel von März 1952 bis 1957
 ??? vom 2.1.1958 bis April 1977
Werner Balz von April 1977 bis 9. März 2002
Gerhard Finkeldey von 9. März 2002 bis 2006
Dieter Finger 11. März 2006 bis 8. März 2014
Tim Jonietz seit 8. März 2014